Fortuna Düsseldorf - ein Ball und ein Brief

Die Reaktion von Fortuna Düsseldorf war prima: Sie fragten bei PUMA an, wie sie die Anfrage der Jugendlichen der BUS-Klasse Düsseldorf beantworten sollten. Die Antwort von PUMA ist - wie die von ADIDAS - beschwichtigend.

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FC Schalke 04 - Einladung zum Training

Das wird im neuen Schuljahr den Jugendlichen bestimmt Spaß machen: Der FC SChalke 04 lädt sie ein, zum Training zu kommen und mit den Spielern zu sprechen.

Aktion FAIRE LIGA - mitmachen

Inzwischen haben sich vier Schulen an der Aktion “WM fair” beteiligt und es zeigt sich, dass die Aktion schon Wirkung zeigt. Die angeschriebenen Ligavereine wenden sich an Adidas und fordern Auskunft über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die die Bälle herstellen. Das sind laut Adidas Erwachsene - Kinderarbeit ist ja in Pakistan verboten. Aber der Artikel im Spiegel vom 15.3.2010 sagt eindeutig, dass das nicht so genau genommen wird und vor allem, dass die Kinder weiterhin arbeiten müssen. Entsprechend wichtig ist es jetzt, dass möglichst viele Jugendlichen die Ligavereine anschreiben.

Nach der Weltmeisterschaft wollen wir weiter machen unter dem Titel FAIRE LIGA.

1. Wir empfehlen den Film “BALLJUNGS - woher kommen unsere Fußbälle?” Dieser Film ist zwar schon mehr als 10 Jahre alt, stimmt aber leider immer noch. Zwei Jungs von etwa 12 Jahren müssen heimlich Fussbälle nähen und erzählen eindringlich, wie ihr Leben aussieht. Sehr ergreifend!

2. Artikel von Spiegel  (spiegel-die-ballmacher.pdf) über die Adidas Gewinnerwartung 2010 (adidas-hofft-auf-wm.pdf)  und auf die Antwort von Adidas mit den Informationen, was sie schon alles tun (2010_kinderarbeit.pdf)

3. Wir werden jetzt alle Schulen und Jugendlichen, die sich an der Aktion beteiligen, über die neuen Ergebnisse informieren.

Angeschrieben wurden bisher folgende Vereine:

Hannover, St. Pauli, HSV, Wolfsburg, Leverkusen,  Köln, Schalke und Fortuna Düsseldorf.

Wir haben in einer Info alles zusammengestellt. aktion-faire-liga.pdf

Meldet euch bei uns zur Aktion an. Ihr bekommt dann weitere Informationen. aktion@friedensband.de

Workshop in der BUS-Klasse

Am 7. 11. und 18. Juni zeigten wir den Film “Balljungs” in der BUS-Klasse in Düsseldorf. Mit den 15 Berufseinsteigern hatten wir ja schon viele Workshops und Aktionen gemacht. Es gab eine rege Beteiligung und die Schülerinnen und Schüler wählten als Vereine Fortuna Düsseldorf und Schalke 04.

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VFL Wolfsburg - Infos von adidas

“Mit sportlichen Grüßen aus der VOLKSWAGEN ARENA” schreibt Matti Rudelt vom VDL Wolfsburg an die Grundschule Egestorf und fügt das Schreiben von adidas bei. Hilfreich: die Daten für einen direkten Kontakt mit adidas sind angegeben, den wir gern nutzen werden. “den uns zugeschickten Fußball übersenden wir Ihnen wie vereinbart Anfang August gern zurück, wenn der Ball auch vom Großteil unseres Spielerkaders signiert werden konnte.” Wir freuen uns drauf! 2010_kinderarbeit.pdf

WM fair - Bayer Leverkusen

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Bayer 04 Leverkusen hat den fair gehandelten Ball mit Fanartikeln zurückgeschickt und damit signalisiert, dass auch ihnen die Arbeitsbedingungen in Pakistan nicht gleichgültig sind.

WM fair: Grundschule Egestorf

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März/April  2010 - Es begann mit drei Workshops, finanziert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die KInder der Grundschule Egestorf sahen den Film “BALLJUNGS - woher kommen usnere Fußbälle”. ,

Vier norddeutsche Bundesligavereine erhalten in den nächsten Tagen Fußbälle per Post zugestellt. Kinder haben sie am Freitag abgeschickt, um auf die miserablen Arbeitsverhältnisse aufmerksam machen, unter denen unsere Fußbälle genäht werden. In der Grundschule Egestorf hatte Aktion Weißes Friedensband, ein Verein, der bundesweit Aktionen mit Kindern organisiert, in Workshops darüber berichtet. Gerade jetzt, unmittelbar vor der Weltmeisterschaft in Südafrika, sollte keiner mehr mit unfair hergestellten Bällen kicken, finden die Kinder.

Die Kinder unterwegs zur Post

Was die Kinder in Egestorf so empörte, war die Aussichtslosigkeit, mit der die Kinder in Pakistan leben müssen. Zwar haben die vielen Proteste der letzten Jahre dafür gesorgt, dass die meisten Markenbälle nicht mehr von Kinderhänden genäht werden. Die Erwachsenen verdienen aber immer noch so wenig, dass die Kinder arbeiten müssen – nun aber oft unter schlechteren Arbeitsbedingungen. Dies wurde gerade noch einmal durch einen Spiegel-Artikel bestätigt.

Gerade hat Branchenführer Adidas seine Zahlen veröffentlicht und freut sich jetzt schon auf eine Verdopplung des Gewinns in diesem Jahr. Die anderen Anbieter eifern dem nach. Da scheint kein Platz zu sein für die Menschen, die die Grundlage für diese sagenhaften Gewinne sind und die auch weiterhin leer ausgehen sollen. Eine schreiende Ungerechtigkeit, wie die Kinder in der Grundschule finden.

Sie wollen ein Zeichen setzen und hoffen, dass es von den Erwachsenen hier in Deutschland verstanden wird. Sie wollen wissen, unter welchen Bedingungen die Bälle hergestellt werden, mit denen die norddeutschen Bundesligavereinen kicken. Natürlich hoffen sie darauf, dass die berühmten Fußballer mitmachen, die Bälle signieren um ihre Unterstützung zu zeigen  und diese zurückschicken.

Auf der Post von Egestorf

Die Bälle sollen dann für ein Hilfsprojekt versteigert werden und die Kinder hoffen, dass sie damit wieder Kindern in Not helfen können, wie schon beim Haitiprojekt.

Es gibt nämlich Projekte, in denen die Familien genug verdienen, so dass die Kinder zur Schule gehen können, wie die Kinder in der Grundschule Egestorf. Denn das haben diese Kinder gelernt: Keine Schule, keine Freizeit, keine Zukunft – das ist genau das Gegenteil von dem, was sie selbst haben.

Brief an den HSV - als Beispiel für die anderen Briefe brief-an-den-hsv.pdf
Spiegel-Artikel vom 15.3.2010 spiegel-die-ballmacher.pdf
Artikel über Adidas adidas-hofft-auf-wm.pdf

Der Podcast der Kinder von Egestorf  - mp3 - hören

Aktuell: Hannover 96 hat den Ball - von der Mannschaft unterschrieben zurückgeschickt - und hat damit ausgedrückt, dass sie den Wunsch der Kinder nach besseren Arbeitsbedingungen für die Menschen in Pakistan damit unterstützt.

WM fair - Realschule Bergheim

März 2010 - Drei Workshops, finanziert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, machte die 8. Klasse der Geschwister-Scholl-Realschule in Bergheim aktiv. Sie hatten den Film BALLUNGS gesehen und waren empört über die Ungerechtigkeit.

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Sie konnten mit dem Fußballkoffer von GEPA ausprobieren, wie sich das anfühlt, das Nähen von Bällen.

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Sie organisierten eine Pressekonferenz - zu der leider keine Medienvertreter kamen. (Das ist schon manchmal ein wenig peinlich!) Sie ließen sich davon aber nicht beirren und trugen ihre Statements professionell vor. Die Mitschülerinnen und -schüler waren die fragenden Journalisten.

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Die fair gehandelten Fußbälle wurden an die Bundesligavereine 1. FC Köln, Bayer Leverkusen und an den FC Bergheim geschickt. Sie sollen sagen, ob sie mit Fußbällen kicken, die unter guten Arbeitsbedingungen hergestellt wurden - sonst sollen sie sich dafür einsetzen.

Aktuell: Die Vereine haben die Bälle unterschrieben an die Schule zurück geschickt. Bayer Leverkusen sogar mit Fan - Artikeln.

WM fair 2010

Die Fußballweltmeisterschaft bietet eine hervorragende Möglichkeit, in Schulen auf die katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen hinzuweisen, unter denen unsere Fußbälle  hergestellt werden. Eine gute und aktuelle Grundlage bietet der SPIEGEL-Artikel vom 15. März 2010. Er schildert eindringlich die Situation der Kinder und der Erwachsenen. Er zeigt aber auch, wo wir die Möglichkeit hätten, einzugreifen: Wir müssen einwirken auf die Produzenten.

Gerade hat Branchenführer Adidas seine Zahlen veröffentlicht und freut sich jetzt schon auf eine Verdopplung des Gewinns in diesem Jahr. Die anderen Anbieter eifern dem nach. Da scheint kein Platz zu sein für die Menschen, die die Grundlage für diese sagenhaften Gewinne sind und die auch weiterhin leer ausgehen sollen. Eine schreiende Ungerechtigkeit, wie die Kinder in der Grundschule Egestorf und in der Realschule Bergheim fanden.

Aus den Workshops, die durch das Aktivgruppenprogramm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wurden, entstand eine tolle Idee: Wie wäre es, wenn wir fair gehandelte Bälle an die Bundesligavereine schicken mit der Bitte, Auskunft über die von ihnen genutzten Bälle zu geben. Wie sind die Arbeitsbedingungen, unter denen sie hergestellt wurden?

Wir sind sehr gespannt auf die Antwort. Wir wollen diese Aktion über die WM der Frauen im nächsten Jahr hinaus fortsetzen.

In den Workshops haben wir Filme eingesetzt, die einen Tag im Leben von zwei Kinderarbeiter in Pakistan schildern (BALLJUNGS) und über aktuellere Projekte und Hintergründe  aus der Ballproduktion.

Die Workshops können bei uns gebucht werden. Inklusive Fußbälle, Filme und Information bezahlt eine Schule etwa 50 Euro, wenn die Abrechnung über das Aktionsgruppenprogramm läuft. (Achtung: 8 Wochen vor Beginn muss der Antrag abgeschickt werden). Wir sind bei der Antragstellung behilflich. haverkamp@friedensband.de.

Haiti: Kinder helfen Kindern

img_0604.JPGEgestorf: Am 18. März war es endlich soweit, neben dem Völkerballtournier der Klassen 3 und 4 verkauften die Kinder der Grundschule Egestorf viele liebgewonnene Spielsachen und Bücher auf dem Flohmarkt: „Eigentlich würde ich das noch nicht weggeben, aber es ist ja für die Kinder in Haiti, und da haben viele jetzt gar nichts mehr!“, sagte eine Schülerin. Und diese Meinung unterstützten auch ihre Mitschüler. Es wurde zwei Stunden lang verkauft und gekauft. Dank der vielen Plakate und Fleyer, die die Kinder gebastelt und verteilt hatten, war ein großes Publikum vor Ort. Auch das von Eltern gespendete und betreute Buffet fand großen Anklang, die Spendentöpfe füllten sich auch da. Der ganze Tag war ein voller Erfolg für alle. Neben siegreichen Spielen füllte sich das bereits angefangene Spendenkonto auf insgesamt 1564,98 Euro. Diese Summe wird nach den Osterferien der Peter-Hesse-Stiftung für den Wiederaufbau der Schulen in Haiti zugeführt. „Wir sind mächtig stolz, dass wir eine solche Summe überweisen können und freuen uns, dass uns viele Eltern an diesem Tag so tatkräftig unterstützt haben!“, so Schulleiter Stefan Pleß.

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