Kinderarbeit - wer näht unsere Fußbälle?
Aktion FAIRE LIGA

Der Film „Balljungs – wo kommen unsere Fußbälle her“ aus dem Jahre 1999 ist die Grundlage für die Aktion. Nach so vielen Jahren, so könnte man meinen, sind die Aussagen des Filmes nicht mehr aktuell. Leider ist das nicht richtig. Damals war Kinderarbeit in Pakistan bereits verboten. Deswegen arbeiten die beiden Jungs im Film heimlich auf dem Dach.
Der SPIEGEL macht in seinem Artikel vom 15. März 2010 deutlich, dass immer noch Kinder Fußbälle nähen. Und dort, wo sie nicht mehr nähen dürfen, müssen sie gefährlichere Arbeit verrichten. Denn die Erwachsenen verdienen mit ihrer Arbeit nicht genug, um die Familie zu ernähren. Der Artikel zeigt aber auch, wo wir die Möglichkeit hätten, einzugreifen: Wir müssen auf die Produzenten einwirken.
Sagenhafte Gewinne auf der einen Seite…
Gerade hat Branchenführer Adidas seine Zahlen veröffentlicht und freut sich über die rasante Gewinnentwicklung. Die anderen Anbieter eifern dem nach. Da scheint kein Platz zu sein für die Menschen, die die Grundlage für diese sagenhaften Gewinne sind und die auch weiterhin leer ausgehen sollen. Eine schreiende Ungerechtigkeit, wie die Kinder in den Schulen fanden.
… steigende Armut auf der anderen Seite!
In Pakistan hat sich die Situation der Menschen kaum verändert. Immer noch bekommen sie etwa 50 Cent pro Ball. Das ist zu wenig, die Familien zu ernähren. Denn die Lebensmittel sind teurer
geworden.
Eine Idee entsteht
Aus den Workshops, die durch das Aktivgruppenprogramm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wurden, entstand eine tolle Idee: Wie wäre es, wenn wir fair gehandelte Bälle an die Bundesligavereine schicken mit der Bitte, Auskunft über die von ihnen genutzten Bälle zu geben. Wie sind die Arbeitsbedingungen, unter denen sie hergestellt wurden?
Die Importeure reagieren prompt.
Die Antwort kam prompt. Die Vereine fragten bei ihren Importeuren nach. Adidas und Puma antworteten, dass sie sicher seien, dass ihre Fußbälle von keinen Kindern mehr genäht würden. Sie hätten zahlreiche soziale Programme aufgelegt und es bestehe kein Grund zur Sorge.
Workshops an Ihrer Schule?
Die Workshops können bei uns gebucht werden. Inklusive Fußbälle, Filme und Information bezahlt eine Schule etwa 50 Euro, wenn die Abrechnung über das Aktionsgruppenprogramm läuft. (Achtung: 8 Wochen vor Beginn muss der Antrag abgeschickt werden). Wir sind bei der Antragstellung behilflich. haverkamp@friedensband.de.
Unterstützen Sie uns!
Unterrstützen Sie uns, damit wir öfter in die Schulen gehen können.
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Arbeiten Sie mit! Gestalten sie mit uns Aktionen und Unterrichtseinheit.
Aktuelles
Neuer FilmNewsletter zur Kinderarbeit auf den Kakao-Plantagen.
Wir begleiten den Kino-Start von "Geliebtes Leben" am 12.5.2011.
Ab 12.5.2011 machen wir mit dem Film LEBANON Workshops zum Thema Krieg.

